Stimmen zum Programm 2009/2010 - "Im schönsten Krisengrunde"
Stimmen zum Programm 2007/2008 - "Alles, was raus muss"
Beiträge auf der Internetseite
http://www.wad-nun.de
zur Premiere am Samstag, 3. 11. 2007 in Nunkirchen (im Norden des Saarlandes)
dort Beiträge Nr. 113 - 115 vom 5. - 8.11.2007
Auszug aus Eintrag Nr. 113 vom 5.11.2007 von P. u. G.Sch.:
Brillantes Homburger Frauenkabarett im Hochwald...........Und wir wurden nicht enttäuscht. Sieht man einmal von der
langen Warteschlange vor dem Saal ab, war der Abend ein sehr gelungener. "Alles musste raus" und Alles kam auch raus.
Ein schreiend komisches, ein kritisches, aber auch ein emotional bewegendes Programm, vorgetragen von fünf
teamfähigen und vielseitigen Individualistinnen.
Ob Politik oder Pflegenotstand, ob Klischee oder Freudsche Fehlleistungen, die Premiere des neuen Programms
der Homburger Powerfrauen hat Mann und Frau gefallen, wie der tosende Applaus bewiesen hat.
Ein nervöser Regisseur Thomas Engel war zum Stillsitzen und Abwarten auf der Reservebank verurteilt...............
und
http://fotoalbum.web.de/gast/jochen_kuttler/Homb-Frauenkabarett_031107
Aus der Saarbrücker Zeitung vom 26. 2. 2008, Nr. 48 IGB, Ausgabe Saarpfalz-Kreis, Seite C 8
Internetseite des Saarländischen Rundfunks zur Sendung auf SR 2 Kulturradio - Sendereihe "KabarettZeit" am Samstag, 09.02.2008, 19.04 Uhr bis 19.30 Uhr - Anlass des Rundfunkbeitrages: Auftritt des Frauenkabaretts im großen Sendesaal des SR auf dem Halberg in Saarbrücken zugunsten des Mukoviszidose e.V. am 26. 1. 2008
Aus der Saarbrücker Zeitung vom 20. 11. 2007, Seite C 6
Politisch völlig unkorrekt: Homburger Frauenkabarett
Heusweiler. Die fünf vom Homburger Frauenkabarett.......werden von Mal zu Mal besser......Die schrägen Ladies
boten in 33 Nummern sowie zwei Zugaben: Politik, Komik, Kritik und Philosophie. Sie schlüpften in zig Rollen und
schreckten auch vor derbem Macho-Gebaren nicht zurück. "Alles was raus muss" heißt das neue Programm und dazu
gehörte auch das Was-noch-nicht-raus-ist wie der Ossam aus seinem Laden oder der homo sapiens aus dem Neanderthaler, aber:
"Ach Gott, vorher muss der Hund noch raus!"
Stimmen zum Programm 2005/2006/2007 - "Eben deswegen"
Aus der Rheinpfalz, Ausgabe Westricher Rundschau, Nr. 32 vom 7.2.2006, Seite 15
Geistreich und mit scharfer Zunge "Eben deswegen" -
Kritisch-satirischer Blick des Homburger Frauenkabaretts auf den Zeitgeist
(Verfasserin Klaudia Gilcher)
Wenn sich Dachdecker Bach in deftigen Reimen der heftigen Frau Stach ergibt, ist alles zu spät. Und zwar, dem Hintersinn des Homburger Frauenkabaretts angemessen, gleich im mehrfachen Sinn:
Erstens sind die fünf furiosen Damen dann schon bei den Zugaben des aktuellen "Eben deswegen"-Programms angekommen.
Zweitens ist das Publikum der geballten Kraft von über zwei Stunden Witz, Satire, Zeitkritik und
Nonsens längst erlegen.
Wenn die 1990 gegründete scharfzüngige Truppe ihre wachen
Beobachtungen aus dem Hier und Jetzt pointiert in Lieder, Texte und Szenen packt, jubeln die Massen - die ausverkaufte Waldmohrer Festhalle machte beim Auftritt von Gisela Walter, Silke Müller, Birgit Schöndorf und den beiden aufsässigen Geistern
der ersten Stunde, Heidi Hennen und Ursula Pfeiffer-Anslinger, keine Ausnahme.
Frauenkabarett heißt Anti-Männer-Witze, so geht das Vorurteil - zusammengenommen knapp 250 Jahre rein weiblicher Lebenserfahrung haben im Fall des Homburger Frauenkabaretts Gott sei Dank zu einem Weltbild und Programm weit über den
Geschlechterkrieg hinaus geführt. Nicht dass die im Hauptberuf in Medizin, Sozialarbeit und Erziehung tätigen Energiebündel keinen Standpunkt zum "Thema
Männlichkeit" hätten. Zur echten, schlechten und selbstgerechten oder zu jener, die sich gern "uniformiert und sich dabei von einer Uninformierten begleiten lässt".
Einen großen Teil von "Eben deswegen" oder "Gradselääds" aber nehmen, nicht minder vergnüglich aufbereitet, Alltagsbanalitäten und zeitkritische Themen ein:
Heile-Familien-Fassaden, Innen- und Außenpolitik, Gesundheitswesen....
Lästerlich, liederlich und lustig ist der frank und frei oder ironisch beschriebene Blick auf die moderne Welt, den das Homburger Frauenkabarett in seinem inzwischen 13. Programm in Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Schauspieler Thomas Engel
riskiert hat. Mal sind die geistreichen Ladies einfach nur albern, mal heben sie intellektuell ab, immer sind sie einzeln oder als Fünferpack stimmlich und darstellerisch ein Genuss. Die Blickwinkel sind häufig so ausgefallen wie die
sprachliche Umsetzung - etwa wenn sich Oskar Lafortune und Guido Dauerwelle bei Inkochnito von Bioschleck treffen, um bonapart ihre neuen Kochbücher "Koch dein eigenes Süppchen" und "Ausgekocht und abgebrüht" vorzustellen.
Richtig böse kann das Homburger Frauenkabarett natürlich auch vom Leder ziehen:
schon beim Eröffnungstitel, dem "guten Gute-Laune-Lied", einem sehr eigenwilligen Kommentar zur "Du bist Deutschland"-Propaganda, bleibt einem ob des bissigen Inhalts
zur unverwüstlich-fröhlichen Melodie das Lachen oft im Halse stecken. "Eben
deswegen" liebt das Publikum die Homburger Text-Amazonen vermutlich. So sehr, dass es sich in Waldmohr noch eine extra Zugabe einforderte: "Große Blonde müssen
schuften" wollten die Zuschauer gerne mal wieder hören. Der gar nicht blonde Dachdecker Bach wird's auch gern gehört haben. Denn, so wissen das Frauenkabarett
und die treue Fangemeinde: selbst wenn es kein großer Blonder ist - "zu irgendetwas wird er gut sein Tag und Nacht".
Aus der Saarbrücker Zeitung Nr. 26 vom 31.1.2006, Seite B2, Ausgabe IGB
 
Aus der "Saarbrücker Zeitung" vom 26.11.2005, Seite B8, Ausgabe SBM/KÖTAL
Wo Oskar Lafortune kocht - Neues vom Homburger Frauenkabarett
......"Eben deswegen" heißt das aktuelle Programm des Homburger
Frauenkabaretts und eben deswegen oder gradeslääds singt es am
Donnerstag im (Theater) Leidinger erst mal sein
Gute-Laune-Lied............Querbeet und ohne Tabus geht es zur Sache,
rund
um Mann und Frau in allen Alters- und Lebenslagen.............Besonders
schön aber gelingen die Parodien: wenn wir etwa zu Gast sind im
Kochstudio eines säftelnden Karl Alfred Schleck, der Oskar Lafortune
und Guido Dauerwelle zu Gast hat, die bonaparte Rezepte aus ihren
Gourmet-Werken "Ausgekocht und abgebrüht" oder "Koch dein
eigenes Süppchen" auftischen.
Aus einer Zuschrift per eMail im November 2005:
Betreff: Ihr sinn änfach "einmalich"!
Herzlichen Dank Ihnen allen für diesen wunderbaren Abend! Sie waren eine Wucht!
Nicht umsonst mußten wir unseren Vorrat an Taschentüchern beim Nachbarn
ergänzen, weil vor lauter Lachen die Tränen flossen. Auch die Familie
R.... - eben richtige Saarlänner und Saarbrigger - waren hin und weg!
Unn de H... un es S.... ware nadierlich aach nommo do.
Also erzählte ich gleich heute morgen im Büro von Ihnen und erfahre, dass
ca. 12 Leute sich bereits Karten für den nächsten Donnerstag im Leidinger
reservieren liessen................
.............und wünsche Ihnen gaaaaaaaaanz viel Erfolg in der neuen Saison.
Aus der "Rheinpfalz" vom 4. 10. 2005:
Wer glaubt, es drehe sich alles um den Mann, wenn Frauen Kabarett machen, der ist im Irrtum.
Das "Homburger Frauenkabarett" jedenfalls macht die Herren der Schöpfung nicht zum Dreh- und
Angelpunkt ihres Spotts. Auch damit hebt es sich von manch anderer weiblichen Kleinkunstbühne
wohltuend ab. Am Freitag konnte sich eine große Zuschauerzahl in der Jahnturnhalle in Weisenheim
am Berg von der Qualität der fünf Kabarettistinnen überzeugen.
Es wäre aber auch ein Fehlschluss, zu meinen, die Damen würden bei der Darbietung ihres aktuellen
Programms "Eben deswegen" irgendwelche Blätter vor den Mund nehmen. Was sie über menschliche und
gesellschaftliche Abgründe und Miseren zu sagen haben, das bringen sie zum Ausdruck - mit unwiderstehlicher
Komik und hintergründiger Ironie.
Dabei fängt alles eher harmlos an. Das Gute-Laune-Lied klingt noch unverwüstlich in seinem Optimismus - trotz
des besungenen ELends von Hunger und Missbrauch ........
Außerordentlich eindringlich wirkt etwa der "Saddam-Song", in dem Kriegsparolen eingehämmert, Keksdosen
betrommelt und Wörter abgehackt dahergestammelt werden. Das ist beißende Kritik in vorzüglicher
Verpackung. Überhaupt zeigt das Quintett aus dem Saarland ene exzellente Mischung von scharfer
Zeitkritik, frecher Satire und bizarrem Nonsens.
"Eben deswegen" ist das Programm zwischen Politik, meditativem Höhenflug und Alltagsbanalitäten überaus
abwechslungsreich. Zudem bringen die schauspielerischen und stimmlichen Qualitäten der Schauspielerinnen
schillernde Facetten ins Spiel - raffinierten Charme, abstruse Unberechenbarakeit und auch unverhohlene
Deftigkeit. Natürlich ist jeder der Frauen davon etwas besonders auf den Leib geschrieben, doch beim Rollenspiel
erlebt der Zuschauer manch überraschende Wendung.
Birigit Schöndorf singt ihr "Der Weg ist das Ziel" mit solch kraftvoller Hingabe, dass es trotz des ironischen
Filters unter die Haut geht. Ursula Pfeiffer-Anslinger glänzt als ständig schnüffelnder Fernsehkoch Triolek im
Studioauftritt mit Oskar Lafortune und Guido Dauerwelle. Silke Müller und Gisela Walter wiederum entlarven in einem
scheinbar einlullenden Schmalzsong ein kleinbürgerliches Familienidyll als lügnerische Fassade.
Und die vielseitige Heidi Hennen lässt als zunehmend alkoholisierter Vorsitzender vom "Bündnis Wohlsein/die Blauen"
manchen Zuschauer nach Luft schnappen.
..............Die Spielfreude der Frauen begeisterte und brachte ohne Übertreibung beim abschließenden Song
"Madonna" das Publikum zum Toben. Es gab heftigen Applaus und - ebend deswegen - drei Zugaben. Eine davon
schilderte in Reimform das Zusammenkommen von Frau Stach und Dachdecker Bach - umwerfend für alle Beteiligten.
Stimmen zum Programm 2004/2005 - "Das Beste aus 237 Frauenjahren"
Eindrücke meines Premierebesuches in St. Ingbert am 19.2.2005:
Die
Höhepunkte jagen sich - umwerfend - zum Schreien - ein Beispiel:
Soloauftritt von Ursula Pfeiffer-A.! - Ein weißes Jäckchen übergezogen,
und sie verwandelt als Arzthelferin die Bühne ins
Vorzimmer einer Praxis. Eine Szene:
Ein 90jähriger kommt mit der Haarbürste seines Sohnes. Er wünscht eine Gen-Analyse, um seine
Vaterschaft anfechten zu können. Sein Sohn ist zwar schon 60 Jahre alt. Er soll trotz seines
fortgeschrittenen Alters enterbt werden - Grund: eine junge Thailänderin ist seine neue Lebensgefährtin.
Wenige Sätze, in den leeren Raum gerufen, entfalten dieses absurde und doch denkbare Konstrukt.
R. Hoffmann
Zur Kopie eines Zeitungsberichts vom 14.3.2005 zum Programm "Das Beste aus........"
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